Modernes, zukunftsweisendes Zuhause für die Stadtwerke - aus 2 wird 1

(vom 04.05.2018)

In wenigen Tagen beziehen rund 200 Mitarbeiter der Stadtwerke ihr neues Domizil, das direkt neben dem Altbau in der Werkstraße liegt. Am Samstag, 05. Mai 2018, wird der Neubau der Stadtwerke eröffnet.

Es lief alles nach Plan – sowohl bei der Bauzeit als auch bei den Kosten“, freut sich Dieter Gerlach, Geschäftsführer der AVG über die Einweihung der neuen Stadtwerke-Zentrale. „Eine Alternative zum Neubau gab es nicht.“

Das bisherige Gebäude stammt aus dem Jahr 1972. Es war sehr funktionell, jedoch ohne jegliche Wärmedämmung mit der Folge hoher Energiekosten für Heizung und Kühlung. Dazu entsprach es auch nicht mehr den heutigen Brandschutzvorschriften. Eine Sanierung wäre sehr aufwändig und sehr teuer gewesen.

Dank der Möglichkeit auf dem Werksgelände – nach Abriss des ehemaligen Werkstatt- und Lagergebäudes – den Neubau zu errichten, mussten auch während der Bauzeit keine zusätzlichen Räume für Büros und Werkstatt angemietet werden. Aus einem Werkstattgebäude und einem Verwaltungsgebäude entsteht ein Neubau – ein kombiniertes Gebäude für Verwaltungs- und Werkstattnutzung: aus 2 wird 1. Weiterer Vorteil: Das Kundenzentrum, das erst 2006 errichtet wurde, kann mit dem Neubau verbunden werden.

Nachhaltiges Energiekonzept

„Als Energieversorger haben wir eine Vorbildfunktion“, erklärt Dieter Gerlach. „Deshalb war es unser Ziel, mit unserem Neubau sowohl im Hinblick auf Effizienz als auch bei der Einsparung von Energie die Gesetzesvorgaben zu übertreffen. Wir rechnen damit, durch den Neubau jährlich bis zu 300.000 Euro alleine an Betriebskosten einzusparen.“

Die Wärmeversorgung erfolgt aus Restwärme, die als Fernwärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk im Hafen stammt. Rohrschlangen, durch die im Sommer nachtgekühltes Wasser und im Winter warmes Wasser zirkuliert, kühlen oder heizen die Räume je nach Bedarf. Da das Wärme- bzw. Kälteempfinden jedes Einzelnen jedoch unterschiedlich ist, kann in jedem Raum die Temperatur individuell geregelt und auch die Fenster geöffnet werden.

Nicht nur der Betrieb von Wärmetauscher oder auch der installierten Be- und Entlüftungsanlage, die ebenfalls konsequent Abwärme nutzt, brauchen Strom, auch Computer, die Maschinen in der Werkstatt oder Elektrofahrzeuge wollen versorgt werden. Ihren Strombedarf decken die Stadtwerke künftig weitgehend selbst mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Regionale Zusammenarbeit

Insgesamt liegen die Kosten für den Neubau bei 9,7 Millionen Euro. Eine regionale Arbeitsgemeinschaft erhielt nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag, bestehend aus dem in Aschaffenburg ansässigen Bauunternehmen Hörnig und dem Aschaffenburger Architekturbüro RitterBauer. Sie hatten sich als Generalunternehmer verpflichtet, den Neubau schlüsselfertig zu erstellen. „So konnten wir Kostenrisiken vermeiden“, sagt Stadtwerke-Chef Gerlach.

Der Neubau hat eine Fläche von 5.400 Quadratmetern, im bisherigen Gebäude samt Werkstatt waren es rund 5.700 Quadratmeter. „Trotz der etwas kleineren Fläche wird mehr echte Nutzfläche den Mitarbeitern zur Verfügung stehen, da die Planer die Verkehrsflächen sinnvoll und pfiffig gestaltet haben“, erklärt Dieter Gerlach weiter.

Neue Raumstrukturen für veränderte Büroarbeit

Damit einher geht eine neue Form der Zusammenarbeit und moderner Arbeitsplatzgestaltung. „Open Space“ (offener Raum) heißt das Konzept. Es gibt keine Großraumbüros, aber auch nur wenige und verglaste Einzelzimmer. Die Büroräume des Neubaus sind offen und flexibel gehalten, variabel nutzbar, mit Platz für Austausch und Kommunikation. Sie gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der modernen Arbeitswelt ein und bieten Platz für Projekt- und Einzelarbeit, für neue agile Arbeitsmethoden, für spontane Abstimmungen und die Pausen zwischendurch.

Die Eröffnung des Gebäudes

Die Öffnung des neuen Verwaltungsgebäudes findet in einer Feier am Samstag den 5. Mai um 15:00 Uhr im Innenhof der Werkstraße 2 statt, die Öffentlichkeit ist hier zu herzlich eingeladen. Die Öffnungsansprache erfolgt durch Oberbürgermeister Klaus Herzog und Geschäftsführer Dieter Gerlach. Es spielt die Gruppe La Finesse. Zur Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes veranstaltet die AVG eine Tombola, insgesamt sind Preise im Wert von 6.000 € zu gewinnen. Der Erlös der Tombola wird von der AVG aufgestockt und je zur Hälfte als Spende an den Förderverein der Kinderklinik Aschaffenburg und an den Verein für leukämiekranke Kinder e.V. weitergegeben. Jedes Los gewinnt! Wegen der knappen Parkplätze werden die Besucher gebeten möglichst nicht mit dem Auto zu kommen sondern auf Bus oder Fahrrad umzusteigen.