Jüdisches Dokumentationszentrum

Jüdisches Dokumentationszentrum

Städtische Dauerausstellung zur Geschichte der Aschaffenburger Juden
Bis zur Zerstörung in der Pogromnacht 1938 bildete die 1893 im maurischen Stil errichtete Synagoge zusammen mit Armenherberge und Rabbinerwohnhaus ein lebendiges jüdisches Gemeindezentrum.

Der Wolfsthalplatz ist ehemaliger Standort der Synagoge. Der Name erinnert an den Bankier und Wohltäter der Stadt Aschaffenburg Otto Wolfsthal (1872-1942), der mit sechs Glaubensgenossen vor der Deportation im September 1942 seinem Leben ein Ende setzte. Der Platz erhielt 1984 eine Neugestaltung als Gedenkstätte; an der Stelle der Synagoge wurde ein Platanenhain angelegt. In dem 1899 erbauten Rabbinatsgebäude wurde 1984 das Dokumentationszentrum der Aschaffenburger Juden eingerichtet. In den Ausstellungsräumen ist auf 26 Schautafeln die über 700 Jahre währende Geschichte der jüdischen Gemeinde Aschaffenburgs von ihren Anfängen bis zum Ende der NS-Zeit dargestellt. Daneben vermitteln einige wenige erhaltene Kultgegenstände, ergänzt durch Filmvorführungen, Eindruck religiösen Lebens. Durch einen eingebauten Thoraschrein besteht die Möglichkeit, einen jüdischen Gottesdienst abzuhalten.

Das Museum versteht sich als Bindeglied zwischen Gegenwart und Vergangenheit. So finden neben themenbezogenen Führungen auch Vorträge und Lesungen statt. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei der Jugendarbeit.

Sie erreichen das Jüdische Dokumentationszentrum mit der Linie 1 Obernau/Sulzbach, Linie 3 Leider/Stockstadt, Linie 4 Schweinheim, Linie 6 Nilkheim, Linie 10 Schweinheim, Linie 12 Klinikum, Linie 53 und 54 Babenhausen, Linie 55 Höchst, Linie 60 Obernburg, Linie 61 und 62 Elsenfeld, Haltestelle Stadthalle.