Großes Interesse an Elektromobilen bei den 2. Aschaffenburger Energiegesprächen
(vom 26.02.2010)
Die 2. Aschaffenburger Energiegespräche standen am 25. Februar unter dem Thema "Mobilität für die Zukunft". Dieter Gerlach, Geschäftsführer der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH sagte hierzu: „Die Mobilität der Zukunft ist elektrisch. Getreu dem Motto Der frühe Vogel frißt den Wurm sind die Stadtwerke als Energieversorger, Verkehrsbetrieb und Parkhausbetreiber gefordert, diese Zukunft aktiv zu gestalten." Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit auf dem Platz vor der Stadthalle verschiedene Elektromobile in Augenschein zu nehmen und auch Probe zu fahren.
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- Die Referenten Prof. Johannes Teigelkötter, Ulrich Piotrowski, Dieter Gerlach und Karl Nestmeier (von links nach rechts)
Bereits ab 16h herrschte lebhafter Betrieb auf dem Veranstaltungsgelände. Als Aussteller vertreten waren das Bike Depot, die Firmen TMA und Ulltech mit elektrischen Fahrrädern, Rollern und Solartankstellen. Die Fachhochschule Aschaffenburg brachte verschiedenen Elektrofahrzeuge mit, die auch täglich bereits im Einsatz sind. Die Firma Smiles AG stellte für Probefahrten die Fahrzeuge cityel, REVA und Tazzari ZERO bereit. Im kleinen Saal der Stadthalle folgten ab 18 Uhr viele interessierte Bürger den vier Vorträgen und der Podiumsdiskussion.
Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Klaus Herzog stellte Ulrich Piotrowksi von Daimler Evobus GmbH aus Mannheim Stadtbusse mit Hybridantrieb vor. Hybridbusse sind bereits weltweit im Einsatz. Herr Prof. Teigelkötter von der Fachhochschule Aschaffenburg forscht schon seit vielen Jahren zum Thema elektrische Straßenfahrzeuge und organisiert alle zwei Jahre die Elektromobilausstellung an der FH. Er hält die Batterietechnik für ausgereift und erklärte die Unterschiede zwischen den verschiedenen Antriebsarten. Karl Nestmeier, Vorstand der Smiles AG plädierte überzeugend für den Einsatz seiner bereits in Serie produzierten Kleinfahrzeuge vor allem in den ländlichen Regionen ohne ausreichenden öffentlichen Nahverkehr. Im abschließenden Vortrag zum Thema "Woher kommt die Energie für die Elektrofahrzeuge" belegte Dieter Gerlach, Geschäftsführer der AVG, dass Elektromobilität aus der Perspektive des Klimaschutzes nur sinnvoll ist, wenn der Strom aus regenerativen Energiequellen stammt.
Einig waren sich alle Anwesenden, dass sich durch Elektromobile die Luft- und Lärmbelastung verringern wird. Für die täglichen kurzen Fahrstrecken, die meist unter 40 km liegen, seien Elektromobile auch heute schon geeignet, herkömmlich betriebene Fahrzeuge zu ersetzen. Wie schnell dieser Prozeß in Deutschland ablaufen könnte und welche Wünsche die potentiellen Käufer an den Komfort haben würden, war Gegenstand der Podiumsdiskussion zwischen allen Referenten und dem Publikum.