Umweltunterricht in der Dalberg-Grundschule

(vom 16.05.2019)

So macht Schule Spaß - Energie und Umwelt zum Anfassen und Erleben

Energiegeladen geht es seit 2009 einmal pro Jahr in den dritten und vierten Klassen der Aschaffenburger Grundschulen zur Sache. Dann findet unter der Überschrift „Energie erleben und verstehen.“ der umweltpädagogische Sachunterricht statt, durchgeführt von der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. (DUA). Die Doppelstunde mit Windkraftrad und Mini-Solarauto geht auf die Initiative der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) zurück – und ist heute aktueller denn je.

In jedem Jahr sind mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen mit Begeisterung dabei, wenn es um Fragen geht, woher der Strom kommt oder wie ein Windkraftwerk funktioniert. Nahezu alle Grundschulen in Aschaffenburg nehmen heute das Angebot für den Umweltunterricht an. Und als umwelt- und klimabewusster Energieversorger vor Ort sieht es die AVG neben der Daseinsvorsorge auch als wichtige Aufgabe an, schon die Kinder für unsere Umwelt sowie einen schonenden Umgang mit Energie zu sensibilisieren. „Deshalb unterstützen wir gerne die umweltpädagogische Arbeit der Deutschen Umweltaktion in unserer Region“, sagt Satdtwerke-Chef Dieter Gerlach anlässlich eines Rückblicks auf 10 Jahre Kooperation von AVG und DUA. „Wir sind mit dem Thema Umweltbildung bereits vor 10 Jahren aktiv an die Schulen herangetreten. Heute ist es aktueller denn je.“

Das unterstreicht auch Ute Behrendt-Müller, Leiterin der DUA. „Nicht zuletzt durch Fridays for Future haben die Kinder und Jugendlichen ein neues Interesse für unsere Umwelt und einen schonenden Umgang mit Ressourcen entwickelt. Die Nachfrage nach umweltbildenden Maßnahmen hat deutlich zugenommen.“

<
AVG
>

Der Unterricht: Energie zum Anfassen und Begreifen

Wo kommt der Strom her? Und wie kommt er in unsere Steckdose? Und noch viel spannender: Wie wird Strom produziert? Das erleben und lernen die Dritt- und Viertklässler spielerisch und interaktiv, kindgerecht und spannend aufbereitet von der Umweltpädagogin der DUA, Hannelore Stuckert. Schnell weckt sie das Interesse der Kinder. Sie erklärt anhand einer aufblasbaren Weltkugel und einer Plastiktüte, was die Erdatmosphäre ist und warum sie so wichtig ist.

An einer Dampfmaschine als Kohlekraftwerk, einem Windrad für die Stromerzeugung durch Windkraft, dem Modell eines Wasserkraftwerkes und einem solargetriebenen Modellauto für die Sonnenenergie konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, wie unterschiedlich Elektrizität erzeugt werden kann. Dabei lernen sie auch, dass in herkömmlichen Kraftwerken Kohle, Gas und Erdöl verbrannt wird, was schlecht für die Umwelt ist. Denn es entsteht Kohlendioxid.

Besser, weil ohne Verbrennung, sind Kraftwerke, die mit Wind, Wasser oder Sonne betrieben werden und so grünen Strom produzieren. Kräftig pusten die Kinder in ein kleines Windrad und beobachten, wie das sich drehende Windrad und die daran angeschlossene Turbine ein kleines Lämpchen zum Leuchten bringt. Wie wichtig das Anfassen und selbst Ausprobieren für die Kinder ist, weiß Hannelore Stuckert aus vielen Unterrichtsstunden: „Nur was tatsächlich „begriffen“ wird, wird auch verstanden“.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Zum Abschluss des 90-minütigen Unterrichts dürfen die Kinder das Gelernte in Ideen umsetzen, wie sie in der Schule und Zuhause bewusster mit Energie umgehen wollen, um den eigenen Stromverbrauch zu senken: Elektrische Geräte ganz ausschalten und nicht im Standby-Modus laufen lassen, Lampen beim Verlassen eines Zimmers ausschalten oder weniger Fernsehen, das sind nur einige Strategien, die die Mädchen und Jungen künftig beachten wollen.

"Der sehr handlungsorientierte und anschauliche Unterricht kommt bei den Kindern und Lehrern sehr gut an“, resümiert die Schulleiterin der Dalberg-Grundschule in Aschaffenburg-Damm Bettina Gebhardt. „Wir sind von Anfang an dabei und es ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend, was die Kinder daraus alles mitnehmen.“

zurück

Ihr Kommentar: