Eröffnung des Digitalen Gründerzentrums Alte Schlosserei

(vom 06.06.2019)

Ein Start-up für die Start-ups

Mit diesen Worten eröffnete die bayerische Digitalisierungsministerin Judith Gerlach vor rund 200 Besuchern offiziell das Digitale Gründerzentrum in Aschaffenburg. Kreative Jungunternehmer finden hier alles, was sie für die Umsetzung ihrer Ideen brauchen: die passenden Infrastruktur, Förderung und Betreuung in allen Phasen der Gründung von der Idee bis zur Marktreife und darüber hinaus sowie die Vernetzung mit wichtigen Partnern und potenziellen Unterstützern.

„Deutsche Start-ups sind im Vergleich zu den USA oder China rar“, erklärt Marianne Hock, die Leiterin des neuen Gründerzentrums „Alte Schlosserei“ bei der feierlichen Eröffnung. Und genau hier setzt das Bayerische Wirtschaftsministerium mit seiner Initiative Gründerland.Bayern an: Seit 2016 wurden 19 Digitale Gründerzentren bayernweit gegründet, so auch in Aschaffenburg und Lohr. Hier werden Start-ups mit einem digitalen Fokus oder einem innovativen Geschäftsmodell gefördert. 

„Gründer ist keine Berufsbezeichnung. Es ist die Geisteshaltung von Menschen, die die Zukunft verändern möchten.“ Dieser Spruch von Guy Kawasaki, einem Tech-Star aus dem Silicon Valley verkörpert genau die Geisteshaltung, die Marianne Hock in der alten Schlosserei fördern möchte. „Denn die Start-ups von heute sind die Unternehmen von morgen.“

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Eingang der Alten Schlosserei
Spruch an der Treppe
Eingang an der Rückseite
Digitalministerin Judith Gerlach im Gespräch mit Gründern
Digitalministerin Judith Gerlach im Gespräch mit Gründern
Eröffnungsrede Dieter Gerlach
Eröffnungsrede Dr. Marianne Hock
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Starthilfe für digitale und innovative Ideen

Marianne Hock bezeichnet das Digitale Gründerzentrum als "Inkubator" bzw. Brutkasten, in dem junge Unternehmen aufwachsen, sich vernetzen, gute Ideen verwirklichen und sich weiterentwickeln. Ziel ist es, innovative Unternehmen und digitale Geschäftsideen an den Untermain zu holen, kluge und kreative Köpfe in der Region zu halten.

Die Vernetzung von jungen, hoch innovativen Existenzgründern untereinander, vor allem aber mit bestehenden Unternehmen und Netzwerkpartnern verspricht große Impulse für die Region. So ist die treibende Kraft nicht allein die Politik, sondern auch und gerade die Wirtschaft, die den Kontakt zu den Start-ups sucht. Über 25 Unternehmen unterstützen das Gründerzentrum finanziell, ideell und institutionell. Wichtige Partner sind darüber hinaus die Stadt und der Landkreis Aschaffenburg sowie der Landkreis Miltenberg, die IHK, die Handwerkskammer, die Hochschule und die Zentec.

Weiterer zentraler Angebotsbaustein des Digitalen Gründungszentrum ist der Transfer von Know-how. Start-ups erhalten hier von der ersten Idee über die Ausarbeitung eines Geschäftsmodells, der Entwicklung und dem Test eines Prototypens, der Analyse des Marktes und des Wettbewerbs bis hin zum Pitchtraining vor Investoren umfassende Unterstützung, ob durch Coaching, Mentoring oder Workshops. Seit dem Start im Dezember nutzen bereits 14 Start-ups das Coachingangebot.

Alle sechs Wochen finden Kaminabende statt, bei denen die Start-Ups ihre Erfahrungen austauschen können. Denn ein wesentliches Ziel des Digitalen Gründerzentrums ist auch der Aufbau einer Start-up-Community, in der sich alle Partner einbringen und gegenseitig unterstützen.

Moderne mit Tradition verbinden

Angesiedelt ist das Digitale Gründerzentrum auf dem Stadtwerke-Gelände, in einem Teil des alten, historischen Gaswerks, der „Alten Schlosserei“. „Das hat viel Symbolkraft: Aus der ehemals handwerklich geprägten, analogen Nutzung des Gebäudes ist ein zukunftsgerichtetes Biotop für innovative, digitale Ideen geworden“, freut sich der Geschäftsführer der AVG und der Stadtwerke Dieter Gerlach als Eigentümer des Gebäudes und Betreiber des Digitalen Gründerzentrums.

Hier stehen den Start-ups günstige Coworking- und Office-Spaces, Workshopräume, Kreativecken sowie eine Lounge mit Küche zur Verfügung – alles rund um die Uhr zugänglich.

Und immer mehr Start-ups nutzen das breite Angebot des digitalen Gründerzentrums. Acht Unternehmen haben sich und ihr Angebot bei der feierlichen Eröffnung dem Publikum vorgestellt:

  • Good Karma, Plattform für Werbefotoshootings
  • Castro Cashbox, Kassensystem & App für die Gastronomie
  • Scio Technology, Elektromobilitätsbaukasten & Plattformkonzept
  • Doc Estate, Digitalisierung der Behördenauskünfte im Immobilienmanagement
  • Spove, Digitale Sportdatenbank & Plattform
  • ToolingUp, Digitale Lösung für Lehrraumausstattung
  • Othermo, Digitalisierung und Intelligenz für Wärmeerzeugungsanlagen
  • Beebird, Virtual Reality zur verbesserten Vermarktung.

Mehr Informationen rund um das Digitale Gründerzentraum und seinem Angebot finden Interessierte unter https://www.dgz-ab.de. Die Ansprechpartnerin ist Marianne Hock, marianne.hock@dgz-ab.de, Telefon (06021) 391 377.

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