Brennstoffzelle

(vom 22.01.2019)

Strom und Wärme aus der Brennstoffzelle

Steinmetzschule und AVG starten Pilotprojekt

Was von außen aussieht wie ein Kühlschrank, beherbergt im Inneren eine hochmoderne Brennstoffzellen-Heizung, die umweltschonend Strom und Wärme erzeugt. Um die Marktreife und die Einsatzmöglichkeiten einerseits, Kosten- und Energieeinsparungen andererseits dieser hocheffizienten Technologie zu prüfen, hat die AVG gemeinsam mit der Steinmetzschule Aschaffenburg jetzt ein Pilotprojekt gestartet.

Immer auf der Suche nach neuen umwelt- und ressourcenschonenden Technologien für die Energieerzeugung testet die AVG jetzt den Einsatz von gasbetriebenen Brennstoffzellen. Stadtwerkechef Dieter Gerlach ist überzeugt: „In naher Zukunft werden immer mehr Wohnhäuser eine Brennstoffzelle in ihrem Keller stehen haben, die den benötigten Strom des Hauses produziert. Die dabei entstehende Wärme kann zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden.“

Hightech trifft Handwerkskunst

Die Steinmetzschule Aschaffenburg bietet nicht nur im Hinblick auf den Strom- und Wärmebedarf optimale Voraussetzungen für die Versorgung mittels einer Brennstoffzelle, sondern verfügt auch über die passende Infrastruktur und eine attraktive Örtlichkeit.

Die Funktionsweise dieser stromerzeugenden Heizung beruht auf einem einfachen, aber genialen chemischen Prinzip: In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft zu Wasser. Hierbei wird Strom produziert und die dabei entstehende Abwärme kann zum Heizen und für Warmwasser genutzt werden. Das Gerät braucht lediglich einen Erdgasanschluss, aus dem es Wasserstoff gewinnt. Mit diesem Kraft-Wärme-Kopplungs-System können effizient Energie erzeugt und gleichzeitig die CO2-Emissionen deutlich reduziert werden.

„Aufgrund der hohen Anlageneffizienz gehen wir davon aus, dass die Steinmetzschule rund 1.500 Euro jährlich an Energiekosten einspart. Ob das auch wirklich so ist, wollen wir jetzt in dem Pilotprojekt prüfen“, erklärt Dieter Gerlach das Pilotprojekt.

Dies ist nicht der erste Testlauf der AVG mit stromerzeugenden Heizungen. Bereits im Jahr 2009 wurden versuchsweise Mini-Blockheizkraftwerke in fünf Eigenheimhäusern in Aschaffenburg auf Kosten der AVG verbaut. Aus den Ergebnissen hieraus hat die AVG in den Folgejahren mehr als 100 ähnlicher Anlagen verkauft und installiert. Sehr zur Freude der Kunden: Alle Wirtschaftlichkeitsprognosen wurden erfüllt, teilweise sogar übertroffen!

Übrigens: Die Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Deshalb gibt es gleich eine ganze Reihe von Förderprogrammen und gesetzlichen Regelungen, die den Einsatz wirtschaftlich noch interessanter machen. Die AVG fördert die KWK- Anlagen zudem mit einem Bonus, gestaffelt an der elektrischen Leistungsgröße, wenn Sie AVG Kunde sind und Ihre Anlage bei der AVG kaufen. Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne!

Ansprechpartner:
Helmut Rieger
Telefon: 06021/391 428
helmut.rieger@stwab.de

Technologiepartner des Projektes ist die Firma SOLIDpower aus Heinsberg mit Ihrem Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-System BlueGEN. Das Gerät liefert ca. 13.000 kWh emissionsarmen Strom pro Jahr und deckt damit etwa 35 Prozent des Strombedarfs der Steinmetzschule. Eventuell überschüssiger Strom wird an das Stromnetz abgegeben. Die Anlage erzielt bei einer elektrischen Leistung von 1.500 Watt und einer thermischen Leistung von 600 Watt einen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent und einen sehr hohen elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 60 Prozent.

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