Biowärme für die Oberstadt

(vom 22.01.2019)

Zukunftsweisendes Versorgungskonzept

Biowärme für die Oberstadt

Die Bauarbeiten für die Fernwärmeversorgung der Aschaffenburger Oberstadt sind abgeschlossen. In Kürze versorgt das Biomasseheizkraftwerk im Leiderer Hafen nahezu alle Gebäude hier mit regenerativer Heizenergie. Damit hat Aschaffenburg einen wesentlichen Meilenstein Richtung Energiewende erreicht. Anfang November 2018 wurde im Beisein von Oberbürgermeister Klaus Herzog und AVG Geschäftsführer Dieter Gerlach offiziell das neue Fernwärmenetz in der Tiefgarage Theaterplatz in Betrieb genommen.

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Biomasseheizkraftwerk
Vortrag im Parkhaus
Vortrag Geschäftsführung
Vortrag Geschäftsführung
Biowärme für die Oberstadt
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Der Einsatz erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Bestandteil des AVG Versorgungskonzeptes. Da fast 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Stadt für die Wärmeversorgung benötigt wird, hat die AVG sich bereits vor rund 10 Jahren entschieden, das Fernwärmenetz konsequent auszubauen. Letzter Abschnitt der rund sieben Kilometer langen Fernwärmeleitung war die Anbindung der Oberstadt. „Damit ist die Kapazität unseres Biomasseheizkraftwerks im Leiderer Hafen voll ausgeschöpft", erklärt Dieter Gerlach bei der Einweihung vor 60 Gästen. Der Ausbau hat insgesamt 25 Millionen Euro gekostet.

Energie, die nachwächst

Wesentliche Voraussetzung für die Fernwärmeversorgung war der Bau des Biomasseheizkraftwerkes, das 2010 in Betrieb gegangen ist. Bislang wurden bereits neben knapp 400 Haushalten und Gewerbebetrieben in Leider sowie in der Lamprecht -und Wermbachstraße vor allem öffentliche Gebäude mit Fernwärme versorgt, unter anderem der Berufsschulkomplex in Leider, die IHK, die Stadtbäder, die Eissporthalle und mehrere Schulen.

Die Biomasse, gewonnen vor allem aus Landschaftspflegeholz aus dem Spessart, ist einer der wenigen klimaneutralen Primärenergieträger. Im Vergleich zur Verwendung fossiler Brennstoffe werden allein im Leiderer Biomasseheizkraftwerk jährlich rund 15.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Durch den Abbau der alten Erdgaskessel in der Oberstadt kann jetzt der CO2-Ausstoß zusätzlich reduziert werden.

TafelBiowärme für die Oberstadt

Saubere Vorteile

Fernwärme aus Biomasse ist eine hocheffiziente und nachhaltige Alternative zu den herkömmlichen Heizmethoden – nicht nur für den öffentlichen Bereich. Neben den ökologischen Aspekten spart die Wärme aus der Ferne nicht zuletzt Geld und Platz. Es braucht keine Heizkessel, Kamine oder Brenner. Der Brennstoff kann nicht ausgehen, muss nicht nachbestellt und auch nicht gelagert werden. Wartungsarbeiten entfallen gleichermaßen wie die Abgasmessung durch den Schornsteinfeger. Vielmehr gibt es einen 24 Stunden-Bereitschaftsdienst. Und nicht zuletzt: Fernwärme ist jederzeit verfügbar, unterliegt nur sehr geringen Preisschwankungen, Schmutz, Geruch oder Lärm sind Fehlanzeige.

Mit Fernwärme beheizt …

… werden künftig das Schloss Johannisburg, die ehemalige FOS, die Christuskirche inkl. Bachsaal und Wohnhaus, das Tiefbau- und Hochbauamt, das Rathaus, das Stadttheater, die Stadthalle, der Raiffeisen-Wohnbau, die Stadtbibliothek sowie die Justizgebäude am Schlossplatz.

Ansprechpartner:
Hans-Peter Steyer (Vertrieb)
Tel.: (0 60 21) 3 91-3 62
E-Mail: hanspeter.steyer@stwab.de

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