Biomülltonnenversprechen

(vom 16.09.2020)

Am deutschen Biotonnenversprechen teilnehmen und gewinnen!

„Auch ich werfe meine Abfälle in die Biotonne… für mehr Umwelt- und Klimaschutz“. Mit nur einem Klick können Sie jetzt am deutschen Biotonnenversprechen teilnehmen, um Ihre Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Zu gewinnen gibt es tolle Reisen und andere attraktive Preise. Alle weiteren Informationen und Teilnahmebedingungen finden Sie unter: www.aktion-biotonne-deutschland.de

Hätten Sie das gedacht? Bioabfälle machen einen großen Anteil unserer Haushaltsabfälle aus und sind vollständig „recyclebar“. Deutschlandweit landen jährlich aber rund 3 Mio. Tonnen Bioabfälle in der Restmülltonne anstatt in der Biotonne und werden somit einfach nur verbrannt - eine große Verschwendung von wertvollen „Rohstoffen“.

In der Stadt Aschaffenburg leeren die Mitarbeiter*innen der Entsorgung zweiwöchentlich 16.600 Bioabfalltonnen. Aus dem Bioabfall wird in der Vergärungsanlage in der Obernburger Strasse in einem etwa dreiwöchigen Vergärungsprozess Biomethangas hergestellt. Das ergibt jährlich rund 1,5 Millionen m3 ökologisches Gas, aus den Resten der Vergärung entsteht zudem Kompost. Das Gas wird in zwei Blockheizkraftwerken zu rund 2,8 Millionen kWh rein ökologisch erzeugtem Strom sowie ca. 1,3 Millionen kWh erneuerbarer Wärme umgewandelt. Dieser Gärungsprozess ist so natürlich, als sei die Anlage eine große Beton-Kuh: Sie „frisst“ die Bioabfälle und produziert statt Milch und Fleisch eben Strom und Wärme. Das spart im Vergleich zur Stromerzeugung mit Kohle und der Wärmeerzeugung mit Heizöl pro Jahr 3.075 Tonnen CO2 – Klimaschutz made aus Bioabfall!

Übrigens: Plastiktüten, auch angeblich kompostierbare Plastikmülltüten, gehören nicht in den Bioabfall!

Denn … die im Handel angebotenen, kompostierbaren Plastikmülltüten benötigen mehrere Wochen oder Monate für einen vollständigen Abbau oder bestehen nur teilweise aus abbaubaren Materialien, beispielsweise aus Polyethylen und Stärke. Daher müssen  alle Kunststofftüten, auch die sogenannten „Bio“-Müllsäcke in der Bioabfallverwertungsanlage als Störstoffe mit großem Zeitaufwand aussortiert werden.

Und nicht zuletzt: Feuchte Abfälle zersetzen sich unter Luftabschluss, wie er in Plastiktüten herrscht. Das führt zu einer erheblichen Geruchsbelästigung und einer Wohlfühlatmosphäre für Ungeziefer.

Deshalb … beachten Sie bitte der Umwelt zuliebe, für stabile Kosten und eine saubere Biotonne die folgenden Hinweise.

Was gehört eigentlich in die Biotonne?

Grundsätzlich dürfen alle kompostierbaren Stoffe in die Biotonne, die tierischen und pflanzlichen Ursprungs sind. Von Pflanzenabfällen aus dem Garten (in kleinen Mengen) über welke Salatblätter bis hin zu Fleischresten ist alles erlaubt. Ausnahmen sind Tierkot sowie verstorbene Haustiere.

Unsere Tipps für Ihre Tonne

Die wichtigste Maßnahme: Packen Sie Ihre Essensreste, Bio- und Küchenabfälle immer gut in saugfähiges Papier, z. B. Zeitungspapier, Bioabfalltüten aus Papier oder Küchenrolle ein! Das bindet die Feuchtigkeit und die Abfälle faulen nicht so schnell. Denn kann keine Flüssigkeit am Boden der Tonne gären, bilden sich auch weniger unangenehm stinkende Faulgase. Gut ist daher, wenn die erste Lage in der geleerten, sauberen Tonne mit saugfähigem Material wie Holzhäcksel, Sägespäne oder Zeitungspapier belegt wird. Das verhindert im Winter übrigens auch, dass der Abfall festfriert. Aber: Bitte keine Illustrierte verwenden. Sie eignen sich nicht zur Kompostierung. 

  • Stellen Sie die Biotonne in den Schatten und halten den Deckel geschlossen.
  • Lassen Sie den Rasenschnitt in der Sonne welken - je trockener er ist, desto besser. Geben Sie ihn erst am Tag vor der Leerung in die Biotonne.
  • Halten Sie den Rand der Biotonne – am besten mit Essigwasser – sauber. Sind die Ränder bekleckert, verstehen die Fliegen das als Einladung.
  • Bei heißen Temperaturen, spätestens aber wenn es in der Biotonne lebt und krabbelt, ist es wichtig, dass die leere Tonne von den eventuell vorhandenen Resten befreit wird. Nehmen Sie am besten einen Gartenschlauch, spritzen die Tonne innen sauber und lassen sie – bevor Sie den Deckel wieder schließen – in der Sonne richtig trocknen.
  • Gesteinsmehl tötet die Maden ab: Sollte alle Vorsorge nichts nützen, besorgen Sie sich spezielles Biotonnenpulver, Gesteinsmehl oder gelöschten Kalk aus dem Baumarkt oder Gartencenter. Das trocknet die Maden aus.

Oder machen Sie den Deckel drauf!

Schluss mit Ungeziefer und Geruchsbelästigung – das macht vor allem der Bio-Filterdeckel. Rein biologisch und hoch wirksam leisten hier Mikroorganismen und aktive Enzyme gute Arbeit:

Geruchsstoffe werden im Filter abgebaut, das Pilzwachstum gehemmt und die Kompostierung bereits in der Tonne eingeleitet. Gase, die Maden, Fliegen oder Ratten anziehen, können nicht entweichen und auch das Eindringen von Schädlingen wird konstruktiv verhindert.

Mehr Informationen zum Biofilterdeckel für die Biotonne finden Sie unter https://www.stwab.de/biofilterdeckel, telefonisch unter 06021 391-3810 oder fragen Sie in unserem Servicecenter  nach.

 

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Kommentare:

Astrid Petersen   17.09.2020 05:19 Uhr


Biotonnenversprechen

auch ich werfe meine Bioabfälle in die Biotonne, für mehr Klima- und Umweltschutz.

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