Mädchen trinkt Leitungswasser, Quelle: iStock

(vom 18.03.2020)

Keine Virenübertragung durch Trinkwasser!

Am 22. März ist Weltwassertag. Er steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Wasser und Klimawandel“. Doch was uns aktuell viel mehr bewegt, ist das Thema Corona und damit auch die Frage, ob das neuartige Virus SARS-CoV-2 oder andere Viren durch Trinkwasser übertragen werden können, und ob Trinkwasser eine mögliche Infektionsquelle ist.

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer 1 und in Deutschland überall in sehr guter Qualität verfügbar. Als Naturprodukt stammt es zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser, zu 20 Prozent als sogenanntes Oberflächenwasser aus Seen, Talsperren oder Flüssen und zu 10 Prozent aus sonstigen Quellen.

Zu dieser Frage hat das Umweltbundesamt am 12. März 2020 eine Stellungnahme herausgegeben, deren Fazit wir für Sie hier wiedergeben:

„Eine Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgt nach derzeitigem Wissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen. Für die Bedingungen in Deutschland ist festzuhalten, dass das hier seit Jahrzehnten eingeführte Multibarrieren-System, bestehend aus Ressourcenschutz (u. a. Ausweisung von Wasserschutzgebieten), Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie die fachgerechte Planung, der Bau und der Betrieb einer Trinkwasser-Installation (u. a. korrekte Absicherung) eine sichere Grundlage zur Vermeidung wasserbedingter Epidemien darstellt. Trinkwasser, die unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werden, sind sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt. Eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich.“

(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/coronavirus-uebertragung-ueber-das-trinkwasser)

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Sichere Wasserversorgung durch die Stadtwerke Aschaffenburg

Für gutes und sauberes Trinkwasser beginnt unser sogenanntes Multibarrieren-System bereits mit der Auswahl von gut geschützten Trinkwasserressourcen. Gut geschützt ist insbesondere Grundwasser, das eine längere Bodenpassage durchlaufen hat und im Untergrund gut gegen alle mikrobiellen Verunreinigungen, einschließlich Viren, geschützt ist. Das trifft auch auf das Aschaffenburger Leitungswasser zu. Es ist reines Grundwasser, das unterirdisch vom Odenwald in das Großostheimer Becken fließt und sich dort in einer Bodenverwerfung im Sandstein rund 50 Meter unter der Erde sammelt.

Grundsätzlich findet darüber hinaus eine mehrstufige Wasseraufbereitung mit Verfahrenskombinationen aus Flockung, Filtration, Adsorption sowie UV-Desinfektion statt. Die bisherigen Kenntnisse aus Praxiserfahrungen und Forschungsergebnissen weisen laut Umweltbundesamt darauf hin, dass Viren durch dieses Multibarrieren-System effektiv und effizient eliminiert werden.

Permanente Kontrollen, umfassende Analysen

Damit wir Wasser aus der Leitung auch wirklich bedenkenlos trinken und für die Zubereitung unseres Essens nutzen können, muss es generell frei von Schadstoffen und Krankheitserregern sein. Deshalb gibt es dafür wie für kein anderes Lebensmittel auf der Welt so viele und so strenge Grenzwerte, Vorschriften und Kontrollen. Die Anforderungen an die Qualität ist in der Trinkwasserverordnung gesetzlich geregelt; hinzukommen verschiedene Leitlinien, rechtliche Grundlagen, Empfehlungen und Regelwerke.

Wir als Ihr kommunaler Versorger betreiben in unserem Wasserwerk ein akkreditiertes Wasserlabor. Hier wird täglich die Qualität sowohl des abgegebenen Trinkwassers bei der Einspeisung ins Netz kontrolliert als auch an den unterschiedlichen Zapfstellen im gesamten Stadtgebiet. Allein über 22.000 Einzelanalysen werden so im Netz durchgeführt. Knapp 50 Prozent davon entfallen auf die Trinkwasseruntersuchungen, einschließlich der Überprüfung des Rohrnetzes und der Überwachung des Wasserwerkes. Mehr Informationen zur Wasseranalyse durch die AVG und die Wasserqualität in Aschaffenburg finden Sie unter https://www.stwab.de/Energie-Wasser/Wasser/Wasseranalyse/.

Und nicht zuletzt werden unsere Mitarbeiter regelmäßig und umfassend im verantwortungsvollen Umgang mit der individuellen Hygiene geschult.  

Damit ist und bleibt unser Trinkwasser ein wertvolles, natürliches Lebensmittel, das gut und sicher unseren täglichen Flüssigkeitsbedarf von rund zwei Litern – umweltschonend und kostengünstig – auch während der Coronapandemie deckt.

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