Sauna

(vom 23.12.2019)

Kleiner Sauna-Knigge gegen heiße Fettnäpfchen

Um die positiven Effekte eines Saunabesuchs voll auszuschöpfen, damit Sie und andere sich in der Sauna im Hallenbad Aschaffenburg wohlfühlen und den Stress des Alltags vergessen können, haben wir die wichtigsten Saunaregeln zusammengestellt. Denn zu wissen, welches Verhalten angebracht ist und was nicht, kann nicht zuletzt so manchen zwischenmenschlichen Konflikt bereits im Voraus entschärfen.

Neu: Virtueller 360 Grad Rundgang durch unsere Sauna:

https://watch-my-city.de/aschaffenburg/sauna-stadtwerke-aschaffenburg/

Highlights im Winter:

Saunanächte am 17.Januar 2020 und 14.Februar 2020: Entspannende Stunden bei Wärme und Dunkelheit. Schwitzen, Relaxen und Schwimmen bis 24 Uhr. Besonderes Highlight: Klangschalenaufgüsse und Klangschalenentspannung.

Alle wichtigen Infos, wie Öffnungszeiten, News und Events rund um das Saunaangebot der Aschaffenburger FreizeitWelt finden Sie auf unserer Webseite, auf Instagram und Facebook.

 

Programmflyer Sauna 2019/2020

Wer einen Raum betritt, grüßt. Das gilt insbesondere für eine so intime Atmosphäre wie in der Saunakabine. Dazu gehört auch die Frage: „Ist der Platz hier noch frei?“ So zeigt man, dass man das natürliche Bedürfnis nach Abstand zum Nachbarn respektiert. Als Faustformel gilt: Mindestens 30 Zentimeter Sitzabstand einhalten.

Nicht mit leerem oder zu vollem Magen in die Sauna

Kurz vor dem Saunagang sollte der Magen weder zu voll noch komplett leer sein. Es empfiehlt sich vorher eine Kleinigkeit wie einen Müsliriegel oder eine Banane zu essen. Außerdem sollten Sie auch auf Zwiebeln, Knoblauch und zu viel Alkohol verzichten. Gerade diese intensiven Gerüche werden über die Haut ausgeschieden. Das kann sehr unangenehm sein.

Vorab ausreichend trinken

Im Gegensatz zum Essen ist es wichtig, vor dem Saunabesuch ausreichend zu trinken, am besten Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte. Das gilt noch mehr, wenn man vorher Sport gemacht hat.

Während der Saunagänge sollten nach Möglichkeit nichts trinken, um den Entschlackungsprozess nicht zu stören.

Und lassen Sie sich auch nicht von der Waage täuschen: Ein bis zwei Kilogramm Körpergewicht verliert man pro Saunabesuch durch den Wasserverlust beim Schwitzen. Deshalb ist es besonders wichtig, nach dem letzten Sauna-Durchgang viel zu trinken, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.

Abduschen vor der Sauna

Um die Haut von Parfüm und Fett zu befreien, sollte der Körper mit Shampoo und Duschgel gründlich abgeduscht und ggf. Make-up entfernt werden. Nach dem Saunieren bzw. unbedingt vor dem Eintauchen im Abkühlbecken heißt es dann bloß noch mit Wasser abduschen – Schweiß ist wasserlöslich – und auf eine Hautbehandlung mit Pflegeprodukten verzichten.

Unbekleidet in die Sauna

Badehose, Bikini und Co. müssen draußen bleiben. Zum einen würde die Badekleidung den Schweiß aufsaugen, das dämpft den Verdunstungs- und Kühlungseffekt. Andererseits können sich in den Badesachen Bakterien und Pilze sammeln. Der einzige Begleiter und unerlässlich ist ein großes Bade- oder Saunahandtuch, das während des Saunierens als Unterlage zum vollständig Draufsitzen (inklusive Füße) dient und als Körperbedeckung vor und nach dem Saunagang.

Nicht spritzen

Verzichten Sie auch darauf, Schweiß mit der Hand abzustreifen und dabei eventuell zu spritzen. Besser ist es, sich den Schweiß mit einem kleinen Handtuch abzureiben.

Pssst … Ruhe bitte

Saunieren kostet Zeit. Rund zwei Stunden sollte man für zwei bis drei Saunagänge à 8 bis 15 Minuten schon mitbringen, um die volle Wirkung zu erzielen und richtig abschalten zu können. Dazu gehört auch: Grundsätzlich ist Sprechen nicht untersagt, aber Gespräche über die Bänke hinweg sollte vermieden werden. Kurzes, leises Flüstern ist Ok.

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Innenhof der Sauna
Aufguss in der Sauna
Sauna Dusche
Innenraum
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Stimmt das eigentlich, dass die Finnen die Sauna erfunden haben?

Der Begriff „Sauna“ heißt frei übersetzt Schwitzstube oder finnisches Bad und ist wohl das einzige finnische Wort, das international Eingang in andere Sprachen gefunden hat. Genau deshalb halten wir oft die Finnen auch für die Erfinder der Sauna. Doch die frühesten Funde von Schwitzbädern gehen bis in die Steinzeit zurück. Damals legten die Menschen Erdlöcher oder kleine Höhlen mit heißen Steinen aus, schütteten Wasser darüber aus und erzeugten so Wasserdampf. Galten die ersten Schwitzbäder wahrscheinlich vor allem der Reinigung, entwickelten sie sich mit der Zivilisation und der Religion verstärkt auch zu spirituellen Orten, um die Seele von bösen Geistern zu befreien.

Insbesondere vom Osten Asiens aus sollen sich die Schwitzbäder Richtung Amerika, in den Mittelmeerraum bis hin zum Ural ausgebreitet haben – als Orte zur Körperpflege und Geselligkeit. In Finnland gibt es vermutlich erst seit etwa 2.000 Jahren diese Badegewohnheit. So stammen die Bewohner des heutigen Finnlands ursprünglich aus Asien. Sie brachten ihre Kulturgüter, Rituale und eben auch das Dampfbad mit in die neue Heimat. Hier erlebte das Schwitzbad einen wahren Boom als willkommene Abwechslung zum kalten Klima.

Nach Deutschland kam die Sauna vor allem vor und nach dem zweiten Weltkrieg. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin fragten finnische Sportler nach einer Sauna, die dann extra für sie gebaut wurde. Und selbst an der Ostfront im zweiten Weltkrieg lernten viele Soldaten das Schwitzbad kennen. Einige Veteranen eröffneten nach ihrer Rückkehr erste öffentliche Saunen in Deutschland.

Heute ist die Sauna in ganz verschiedenen Varianten ein selbstverständlicher Bestandteil des Wellness-Angebots von Bädern und Hotels. So auch in der Saunawelt im Aschaffenburger Hallenbad.

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