Robitzky bei der Arbeit

(vom 11.04.2019)

Kunst in der neuen Stadtwerke-Zentrale

Haben Sie schon einen Blick in den Fortschrittsbericht 2017/2018 geworfen? Dann sind Ihnen sicherlich auch die farbenfrohen Illustrationen des Aschaffenburgers Marc Robitzky ins Auge gefallen, die zum Teil mit einem Augenzwinkern in die einzelnen Kapitel führen. Jetzt schmücken auch zwei abstrakte Graffiti-Gemälde des Künstlers den Treppenaufgang der neuen Stadtwerke-Zentrale.

„Als ein kommunales Unternehmen für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region ist es für uns selbstverständlich, uns auch für die Kunst und Kultur in der Region einzusetzen“, sagt Stadtwerke-Chef Dieter Gerlach. „So haben wir neben den vielen kulturellen Veranstaltungen, die wir unterstützen, mit Marc Robitzky auch einen Aschaffenburger Künstler beauftragt, den Treppenaufgang in unserem neuen Stadtwerkegebäude zu gestalten.“

Wer ist Marc Robitzky?

Der gebürtige Eutiner Marc Robitzky arbeitete bereits während der Schulzeit vielfach als beauftragter Graffitikünstler. Er studierte an der Hamburger Technischen Kunstschule sowie an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design (AVA Academy of Visual Arts), die er mit Diplom im Fachbereich Illustration abschloss. Seit vielen Jahren lebt Marc Robitzky mit seiner Familie in Schweinheim. Vielen Aschaffenburgern ist er durch seine Karikaturen im Main Echo bekannt, die drei Jahre unter der Rubrik „Robitzkys Welt“ erschienen, wie auch durch das große Fassadengemälde „Zuversicht“ in der Kleberstraße.

Marc Robitzky ist seit seinem Studium als freiberuflicher Illustrator und Kommunikationsdesigner für verschiedene Buch- und Zeitschriftenverlage sowie für Werbeagenturen, Spielehersteller und Firmen tätig. Seine Leidenschaft ist es, Ideen zu visualisieren, Themen und Geschichten zu bebildern. Die meisten seiner Arbeiten sind für Kinder gedacht und werden digital erstellt. Doch gerne greift er auch auf die traditionellen Techniken wie Acryl, Aquarell, Airbrush oder Farbstifte zurück. Und so nahm er auch für die Stadtwerke Aschaffenburg die Spraydose in die Hand.

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Marc Robitzky bei der Arbeit
Sprühdosen
Wasser ist Leben
Energie ist Fortschritt
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Kunst im Zeitraffer: So entstanden die Graffitis 

„Wasser ist Leben“ und „Energie ist Fortschritt“

Passend zu den Aufgaben der Stadtwerke nehmen die beiden Graffitis auch zwei wichtige Tätigkeitsbereiche des Unternehmens auf: Wasser und Energie.

„Die ersten Ideen und Entwürfe entstehen meist schon in meinem Kopf, wenn ich die zu bemalende Fläche besichtige. Dann zeichne ich verschiedene Varianten zu meinen Ideen digital auf meinem Tablett, bis dann die finale Skizze steht“, erläutert Robitzky seine Vorgehensweise.

Die beiden Gemälde für die Stadtwerke sollten, obwohl sie unterschiedliche Themen abdecken, ein Miteinander bilden und doch nicht zu gleichwertig sein. Durch das Aufbrechen der Flächen und Formen ist eine schöne Dynamik entstanden, die dem Lauf des Treppenhauses folgt.

Marc Robitzky faszinieren vor allem Kleinigkeiten und Details, das „unscheinbare“ Herkömmliche, wie zum Beispiel die „Wölkchen im schwarzen Tee“ oder die Einzigartigkeit einer Blattnarbe. Dabei versucht der Künstler dem bereits Bekannten neu zu begegnen. Ähnlich wie ein Entdecker sich ein neues Territorium erschließt, geht Robitzky an ein neues Gemälde heran.

„Auch für die beiden Graffitigemälde in der Stadtwerke-Zentrale habe ich Inspirationen zum Beispiel in der Natur gesucht, sie abstrahiert und eingebunden“, erklärt Robitzky. „Durch dieses Vorgehen kann ich mich fast meditativ, völlig im Flow, in Kleinigkeiten verlieren. Doch gerade diese Details bilden in den Gemälden einen wesentlichen Bestandteil und schaffen einen eigenen nicht wiederholbaren Charakter.“

So finden sich in beiden Werken viele Elemente, Strukturen und Formen, die durch die Verschiedenheit ein eigenes System in der Gesamtkomposition bilden und so eine ganz eigene Berechtigung haben. Gerade durch deren Abstraktheit ist die Interpretation für jeden Betrachter frei. „Es sollte jedoch mehr das Gefühl und die Wirkung des Bildes gelesen werden, als das Ergründen und Deuten der Formen und Flächen. Aber natürlich geben die jeweiligen Titel bereits eine Richtung vor“, sagt Robitzky. Und für den Betrachter ist es doch spannend: Je länger man die Gemälde betrachtet, umso mehr gibt es zu entdecken.

Wer mehr Werke des Künstlers sehen möchte: Schauen Sie in unseren Fortschrittsbericht oder auf www.robitzky.eu.

 

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