Brunnenbau

(vom 12.03.2019)

Neuer Brunnen sichert Wasserversorgung

In der langen Hitzeperiode des vergangenen Sommers stieß die Trinkwasserversorgung in Aschaffenburg an ihre Grenzen. Deshalb hat die AVG gehandelt: Mit einem neuen Brunnen ist die Trinkwasserversorgung der Stadt und der angeschlossenen Umlandgemeinden – auch bei länger anhaltender Trockenheit – sichergestellt. Dafür hat die AVG insgesamt rund 600.000 Euro investiert.

Sieben Brunnen im Schutzgebiet Schanzbuckel, am Niedernberger Weg, sichern die Trinkwasserversorgung von rund 150.000 Menschen. Der Durchschnittsverbrauch je Einwohner liegt bei täglich rund 130 Liter. Die AVG beliefert neben der Stadt Aschaffenburg auch Stockstadt, Kleinostheim, Mainaschaff, Glattbach, Haibach und Niedernberg sowie der Zweckverband Spessartgruppe in Alzenau und an den Zweckverband Aschafftalgemeinden. Dort gibt es zum Teil noch eigene Versorger.

Ersetzt wurde jetzt der Brunnen 9, der 1979 unweit des Wasserwerkes seinen Betrieb aufgenommen hatte. Dies war notwendig, da die ursprüngliche Entnahmeleistung von stündlich 300 Kubikmeter Wasser auf nur noch 80 Kubikmeter pro Stunde gesunken war. Feiner Sand hat sich im Laufe der Jahre am Kiesklebefilter abgesetzt und die Wasserdurchlässigkeit deutlich reduziert. 2007 und 2011 gab es Versuche, den Filter durchzuspülen – allerdings ohne dauerhaften Erfolg.

 

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Filtereinbringung
Quarzkies
Bohrrohr
Edelstahlrohr im Brunnen
Filter innen im Brunnen
Im neuen Brunnenhaus
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Bis zu 42 000 Kubikmeter Wasser pro Tag können die Brunnen fördern. Im vergangenen, extrem heißen Sommer wurden in der Spitze 38 000 Kubikmeter Wasser am Tag abgenommen – so viel wie noch nie zuvor. Auf Jahressicht waren es 6,9 Millionen Kubikmeter in 2018, im Jahr zuvor lag die Jahresabgabe bei 6,3 Millionen. Ein weiterer Brunnenausfall hätte zu Engpässen geführt.

Da die Sanierung des alten Brunnens sehr aufwendig geworden wäre, wurde im 1. Quartal 2019 ein neuer Brunnen unweit des alten gebaut. Seine Maße: 59 Meter tief, ein Enddurchmesser von einem Meter und einer Brunnenausbauverrohrung mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern. Der bisherige Brunnen 9 wird nicht zurückgebaut, sondern mit Kies verfüllt. Das vorhandene Trafogebäude kann weiter genutzt werden, der Leitungsanschluss ließ sich mit nur wenig Aufwand umlegen.

Der Brunnen hat seinen Betrieb aufgenommen. Der nächste heiße Sommer kann also kommen. Die Trinkwasserversorgung ist gesichert!

 

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