Mädchen trinkt Leitungswasser, Quelle: iStock

(vom 04.09.2019)

Unser Leitungswasser: nachhaltig, kostengünstig und streng kontrolliert

Viel Wasser trinken ist gesund. Doch muss es wirklich in Flaschen abgefülltes Wasser sein? Immer wieder werden wir gefragt: Kann unser Leitungswasser bedenkenlos – alternativ zu Mineralwasser in Flaschen – getrunken werden? Die Antwort ist ein klares JA. Und nicht nur als Durstlöscher ist unser Leitungswasser unschlagbar, sondern es schont nachhaltig unsere Umwelt und spart dazu noch Geld!

Ansprechpartner zu Trinkwassersprudlern für Gewerbe und Haushalte:

Andreas Raabe
Tel. 06021/391-144,
andreas.raabe@stwab.de

Mehr Infos zu Trinkwasser:

Wasseranalyse und -Wasserqualität

500.000 Kilometer misst das Leitungsnetz, mit dem die kommunalen Unternehmen deutschlandweit die Bürgerinnen und Bürger täglich mit Trinkwasser versorgen. Rund zwei Liter Wasser sollte eine erwachsene Person durchschnittlich pro Tag trinken. Außerdem brauchen wir sauberes Leitungswasser zum Kochen, zum Geschirrspülen, zur Körperpflege und um Wäsche zu waschen. Das macht rund 120 Liter pro Person und Tag aus.

Die Wasserversorgung, wie auch die Abwasserentsorgung, sind Kernbestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Allein im Stadtgebiet Aschaffenburg sind 298 km Wasserleitungen verlegt. Und so stellen auch die Stadtwerke Aschaffenburg die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung qualitativ hochwertig für die Bürgerinnen und Bürger sicher.

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer 1 und in Deutschland überall in sehr guter Qualität verfügbar. Als Naturprodukt stammt es zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser und zu 30 Prozent als sogenanntes Oberflächenwasser aus Seen, Talsperren oder Flüssen.

Das Aschaffenburger Leitungswasser ist reines Grundwasser. Es fließt unterirdisch vom Odenwald in das Großostheimer Becken,  wird hier durch versickertes Niederschlagswasser ergänzt  und sammelt sich dort in einer Bodenverwerfung im Sandstein rund 50 Meter unter der Erde. Das geschätzte Volumen dieses Reservoirs sind ca. 200 Mio. m3 Wasser, über 10 Mio. m3 bilden sich davon jährlich neu.  Deshalb muss Wasser geschützt werden – heute und für alle Zukunft.  Auch hierfür  tut die AVG viel. Deshalb haben wir im Großostheimer Becken ein Schutzgebiet eingerichtet. Seine Größe: 31 km2. Denn jeder Wassertropfen, der in Aschaffenburg heute aus der Leitung kommt, ist 20 Jahre unterwegs – vom Regen ins Grundwasser bis zum Wasserhahn.

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Trinkwasser – der saubere und gesunde Durstlöscher

Damit wir unbedenklich Wasser aus der Leitung trinken können, muss es natürlich frei von Schadstoffen und Krankheitserregern sein. Deshalb gibt es wie für kein anderes Lebensmittel auf der Welt so viele und so strenge Grenzwerte, Vorschriften und Kontrollen wie für unser Trinkwasser. Die Anforderungen an die Qualität ist in der Trinkwasserverordnung gesetzlich geregelt; hinzu kommen verschiedene Leitlinien, rechtliche Grundlagen, Empfehlungen und Regelwerke.

Die AVG betreibt in ihrem Wasserwerk ein akkreditiertes Trinkwasserlabor. Hier wird täglich die Qualität sowohl des abgegebenen Trinkwassers bei der Einspeisung ins Netz kontrolliert als auch an den unterschiedlichen Zapfstellen im gesamten Stadtgebiet. Allein über  21.000 Einzelanalysen werden  so jährlich durchgeführt. Hierzu gehören  Kontrollen des  Grundwassers  im Schutzgebiet, des Brunnenwassers,  Analysen im Wasserwerk zur Kontrolle des Aufbereitungsprozesses.      Außerdem  entfallen  knapp 40 Prozent davon  auf die Trinkwasseruntersuchungen, einschließlich der Überprüfung des Rohrnetzes und der Überwachung des Wasserwerkes. Mehr Informationen zur Wasseranalyse durch die AVG und die Wasserqualität in Aschaffenburg finden Sie auf unserer Webseite.

Und nicht zuletzt überprüft das Gesundheitsamt  die  private und öffentliche Wasserversorgung. Und auch das Umweltbundesamt hat nach einer Auswertung aller behördlichen Trinkwasseranalysen zwischen 2014 und 2016 festgestellt: Das Leitungswasser in Deutschland ist flächendeckend von sehr guter Qualität.

Damit ist unser Trinkwasser ein wertvolles, natürliches Lebensmittel. Der ideale Durstlöscher, der unseren täglichen Flüssigkeitsbedarf von rund zwei Litern am Tag – umweltschonend und kostengünstig – deckt.

Leitungswasser – der Umwelt zuliebe

Doch heute werden jährlich allein rund 11,5 Milliarden Liter in Flaschen abgefülltes Wasser in Deutschland getrunken – Tendenz steigend. Damit könnte das Berliner Olympiastadion gleich 9-mal gefüllt werden. Traurige Bilanz: Deutschland gehört zu den Top 5 Ländern im Hinblick auf den Konsum von Wasser in Flaschen. Und dass, obwohl wir bundesweit Zugang zu bestem Trinkwasser aus der Leitung haben.

Dabei ist gekauftes Mineralwasser rund 250-mal teurer als Leitungswasser. So liegt in Aschaffenburg  der Preis für einen Kubikmeter Wasser bei 2,13 €, also ein Liter Leitungswasser kostet 0,213 Cent. Das heißt, für einen Euro erhält man 500 Liter Leitungswasser, aber im Schnitt nur zwei Liter in Flaschen abgefülltes Wasser. Und wer es statt still lieber sprudelig mag, hier rechnet sich auch noch die Investition eines Trinkwassersprudlers. Mehr Infos hierzu gibt es unter https://www.stwab.de/Geschaeftskunden/Energie/Wasser/.

Viel entscheidender ist jedoch: Der ökologische Fußabdruck, den eine Wasserflasche im Produktionsprozess und auf dem Transportweg hinterlässt. So werden allein für die Produktion einer PET-1-Liter-Flasche 100 Milliliter Erdöl gebraucht, dazu 80 Gramm Kohle und 42 Liter Erdgas. Nicht zu vergessen, die CO2-Emissionen, die während der Produktion und auf dem Transportweg über den Supermarkt bis auf den Esstisch ausgestoßen werden. Um die CO2-Emissionen der weltweiten Produktion von PET-Flaschen auszugleichen, müsste eine Fläche 100-mal so groß wie das Saarland bepflanzt werden.

Doch nicht nur die Produktion bedroht unsere Umwelt, auch die Entsorgung der 32 Millionen Plastikflaschen, die deutschlandweit täglich benutzt werden, ist eine enorme Belastung. Wird Plastik verbrannt, entstehen giftige Dämpfe, auf Mülldeponien gelangen giftige Chemikalien durch Regen in den Boden. In Deutschland werden heute bereits 93 Prozent der PET-Flaschen recycelt. Allerdings entstehen nur aus einem Viertel der recycelten Flaschen neue Flaschen. Der Rest wird zu minderwertigen Kunststoffen verarbeitet, der nicht mehr recycelbar ist. Dazu landen weltweit immer noch Plastikflaschen in der Landschaft und im Meer. Das Problem: Plastik verrottet nicht bzw. nur sehr langsam!

Deshalb: Steigen Sie um auf unser hervorragendes und wohlschmeckendes Aschaffenburger Leitungswasser! Sie schonen damit unsere Umwelt, unser Klima und nicht zuletzt Ihren Geldbeutel!

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