Stadtwerke Gebäude 2016

(vom 20.02.2019)

Was passiert eigentlich mit der alten Stadtwerkezentrale?

Geht es Ihnen auch so? Fährt man die Südbahnhofstraße an der alten Stadtwerkzentrale vorbei, stellt sich einem immer wieder die Frage, was wohl mit dem bisherigen Verwaltungsgebäude passiert?

Nachgefragt bei Stadtwerkechef Dieter Gerlach erklärt er ganz klar: Die alte Stadtwerkezentrale kann nicht mehr genutzt werden – auch nicht als Interimslösung, beispielsweise für die Stadtverwaltung während der Rathaussanierung. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe:

Hohe Energiekosten. Fehlender Brandschutz.

Der Gebäuderiegel stammt aus dem Jahr 1972 und ist eine reine Stahl- und Glaskonstruktion. Dämmung Fehlanzeige! Und so hieß es lange für die Mitarbeiter: Im Winter frieren und im Sommer schwitzen. Dennoch lagen die Energiekosten bei 450.000 Euro pro Jahr. „Das kann sich heute kein Betreiber mehr leisten“, so Dieter Gerlach.

Zum Vergleich: Heute machen die Energiekosten des Neubaus rund 40.000 Euro im Jahr aus. Mit den Kostenersparnissen ließe sich die neue Stadtwerkezentrale (Kosten rund 10 Millionen Euro) innerhalb von 25 Jahren refinanzieren.

„Das größere Problem ist jedoch der Brandschutz“, erklärt Gerlach. In den 1990er-Jahren wurden im Rahmen der Asbest-Sanierung nur unzureichende Brandschutzdecken eingebaut – mit so gut wie keinem Feuerschutzwiderstand. Das kam allerdings erst bei den Untersuchungen heraus, ob sich eine Generalsanierung des Gebäudes lohnt oder ein Neubau günstiger ist. Danach durfte die Stadtwerkezentrale nur noch unter strengsten Sicherheitsauflagen genutzt werden – und das auch nur mit einer befristeten Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Alle Sanierungsvarianten schieden aus Kostengründen aus. Der Neubau war die einzig wirtschaftliche Lösung.

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Ein Masterplan wird erarbeitet

Einen genauen Abrisstermin für die alte Stadtwerkezentrale gibt es noch nicht. Derzeit wird das gesamte Werksgelände unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse werden in einem Masterplan zusammengefasst, wie sich die einzelnen Bereiche künftig anders oder besser nutzen lassen.

Laut Dieter Gerlach wird sicherlich wieder ein Gebäuderiegel an der Südbahnhofstraße entstehen. Zum einen könnten hier sowohl Wohnungen als auch Gewerbeflächen untergebracht werden. Zu denken wäre aber auch an eine Nutzung im Verbund weiterer städtischer Unternehmen oder für Teile der Verwaltung. Einige ihrer Einheiten sind über die Innenstadt verteilt, zum Teil in angemieteten Räumlichkeiten.

„Es ist noch alles offen“, so Dieter Gerlach, „und zu früh, um über die genaue Nutzung des noch nicht näher geplanten Neubaus zu reden.“ Und auch der politischen Diskussion und Entscheidung im Stadtrat will er nicht vorgreifen.

Alles wird berücksichtigt

Neben der alten Werkszentrale wird beispielsweise auch das alte Pförtnerhaus, das am Tor in der Werkstraße etwas außerhalb des eigentlichen Stadtwerkegeländes liegt, in die Planungen mit einbezogen. Die einstigen Dienstwohnungen stehen leer. „Auch dieses Gebäude ist dringend sanierungsbedürftig, könnte später aber wieder zu Wohnzwecken genutzt werden“, sagt Gerlach. „Das Grundstück ist auch groß genug, um noch mehr Wohnraum zu schaffen. Auch hier führen wir Gespräche mit unserem Schwesterunternehmen, der Stadtbau GmbH.“

Weitere Fixpunkte im Masterplan sind die alte Schlosserei. Sie steht unter Denkmalschutz. Hier wird im Laufe des Jahres das Digitale Gründerzentrum einziehen. Die neue Stadtwerke- Zentrale ist für die nächsten Jahrzehnte »unverrückbar«. Was unverändert gebraucht wird, sind Lagerflächen und Hallen. Auch hier soll der Masterplan Vorschläge für eine Optimierung liefern.

Zusätzliche Parkplätze

Und natürlich brauchen die Stadtwerke auf dem Werksgelände auch in Zukunft Parkplätze – zum einen für die Dienstfahrzeuge, zum anderen für die Mitarbeiter. Mit einer Parkpalette könnten die Stellplätze kompakter zusammengefasst werden und eventuell zusätzliche Stellplätze geschaffen werden. Denn ob die alte Stadtwerkezentrale einem Wohnhaus und/oder einem Verwaltungsgebäude Platz macht … es werden in jedem Fall weitere Parkplätze benötigt.

 

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