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(vom 18.11.2020)

AVG Heizwerk Weichertstraße: Biomasse ersetzt fossile Brennstoffe

Das AVG Heizwerk in der Aschaffenburger Weichertstraße versorgt die Gebäude in der Weichert-, Goldbacher- und Auhofstraße, darunter auch das Finanzamt, mit Wärme. Die Wärme wurde bislang über zwei Erdgaskessel und mit fossilem Brennstoff erzeugt. Das hat sich geändert. Seit Kurzem ersetzt Biomasse den fossilen Brennstoff Erdgas. Der neue Holzheizkessel produziert rund 80 Prozent der benötigten Wärme und spart jährlich bis zu 1.000 to CO2 ein.

Seit Anfang der 1990er Jahre ist das Heizwerk in der Weichertstraße in Betrieb. Ursprünglich wurde es aus dem Kraftwerk der benachbarten Papierfabrik über eine Wärmeauskopplung versorgt. Nach dem das alte Kraftwerk 2011 durch einen Neubau ersetzt wurde, erfolgte die Wärmeversorgung über zwei Erdgaskessel.

Für eine erfolgreiche Energiewende in Aschaffenburg und die Umstellung auf erneuerbare Energien hat die AVG jetzt das Heizwerk in der Weichertstraße auf eine regenerative Wärmeversorgung aus Biomasse umgestellt. Das bedeutet zugleich, dass nun alle drei Fernwärmenetze, die die AVG in Aschaffenburg betreibt, ökologisch und klimaschonend Wärme produzieren.

Funktionsweise der Anlage Weichertstraße

Das Ergebnis ist eine Heizanlage mit einem speziellen Holzheizkessel, der mit Biomasse bzw. Festbrennstoffen betrieben wird. Das sind vor allem Hackschnitzel, Rinde oder auch Schnittgut von Hecken, Sträuchern und Bäumen aus der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg sowie aus dem nahen Spessart und Odenwald.

Die Anlage arbeitet voll automatisiert. Das Brennmaterial wird über zwei so genannte Schubbodencontainer angeliefert, kontinuierlich der Anlage zugeführt und dort vergast. Ein Rotationsgebläse vermischt die aufsteigenden Brenngase mit Luft und verbrennt sie. Zur Einhaltung der Emissionswerte werden die hier entstehenden Abgase gereinigt und filtert.

Zur Abdeckung von Spitzenlasten und bei einem Ausfall des Heizkessels stehen zusätzlich noch die zwei bisherigen Gaskessel zur Verfügung. Insgesamt produziert der neue Holzheizkessel im AVG Heizwerk 80 Prozent der erforderlichen Wärme und reduziert den jährlichen CO2-Ausstoß um bis zu 1.000 Tonnen. Pro Jahr werden im Heizwerk ca. 850 Tonnen Biomasse benötigt.

Vorteile eines Heizwerks

Mit der zentralen Wärmebereitstellung über das Heizwerk ersparen sich die Eigentümer der angeschlossenen Gebäude nicht nur einen eigenen Heizkessel. Auch technologische Neuerungen, wie zum Beispiel für höhere Effizienz oder bei der Abgasreinigung, können schneller und günstiger umgesetzt werden. Denn es muss nur in eine Anlage investiert werden und nicht in jedem einzelnen Gebäude.

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