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(vom 15.05.2020)

Aschaffenburger Start-ups mischen Businessplan Wettbewerb auf!

Am 6. Mai sind die besten Start-ups der Phase 2 im Businessplan Wettbewerb Nordbayern via Online-Livestream prämiert worden: Platz 1 belegt das Start-up SCIO Technology GmbH aus Aschaffenburg, die Plätze 4 und 5 gehen an die Aschaffenburger Start-ups ArgumenText und DocEstate. Damit sind drei Teams aus dem Digitalen Gründerzentrum Alte Schlosserei (DGZ) unter den Top 5.

Der Businessplan Wettbewerb Nordbayern von BayStartUP wird in Zeiten von Corona digital fortgesetzt. 61 Start-ups aus ganz Franken und der Oberpfalz haben ein 20-seitiges Geschäftskonzept eingereicht und der Jury bestehend aus Unternehmern, Kapitalgebern und Experten vorgestellt. Neben einem umfangreichen Feedback erhalten die Siegerteams der Phase 2 ein Preisgeld von insgesamt 9000 Euro. Während in Phase 1 noch die Geschäftsidee bewertet wurde, lag in Phase 2 der Schwerpunkt auf den Bereichen Marketing und Vertriebsstrategie. Nach den Top-Platzierungen der ersten Phase haben die Teams aus dem DGZ auch in Phase 2 im Businessplan Wettbewerb Nordbayern überzeugt.

Das Aschaffenburger Start-up SCIO Technology GmbH hat sich mit seinen innovativen Batteriesystemen für die E-Mobilität den ersten Platz gesichert. Das junge Unternehmen entwickelt und fertigt kundenspezifische Batteriesysteme in Serie und verfügt derzeit über das Batteriemodul mit der höchsten Energiedichte am Markt. Die patentierte Technologie garantiert maximale Reichweite bei minimalem Gewicht.  „Wir haben unzählige Stunden in das SCIO Batterie Modul investiert und freuen uns sehr über diesen Erfolg. Dass wir uns am Ende durchsetzen konnten, liegt nicht zuletzt an der Zusammenarbeit mit dem DGZ“, so Alexander Weis, Gründer der SCIO Technology GmbH. ArgumenText und DocEstate, ebenfalls Teams aus dem Digitalen Gründerzentrum in Aschaffenburg, belegen die Plätze 4 und 5. ArgumenText hat eine Methode zum "Argument-Mining" entwickelt, mit der sich Texte mittels KI analysieren und sprachliche Argumente erkennen lassen. So können wesentliche Informationen aus Kundenrückmeldungen von Unternehmen extrahiert und gezielte Produktverbesserungen angestoßen werden. Der Aschaffenburger Erik Kaiser erforscht zusammen mit seinem Team den praxisnahen Einsatz der ArgumenText Technologie. Das Start-up DocEstate digitalisiert immobilienspezifische Behördengänge, so dass Dokumente direkt und mit minimalem Aufwand online angefordert werden können. Der Grundstein hierfür wurde in einem von Frau Prof. Rock geleiteten Immobilienmanagementseminar im letzten Mastersemester an der TH Aschaffenburg gelegt.

Die Leistung der Start-ups vom Bayerischen Untermain ist so beeindruckend, dass selbst Sebastian Bock, Leiter des Wettbewerbs, die Frage stellt: „Ist Aschaffenburg das neue Silicon Valley in Bayern?“

Bereits in der ersten Phase haben drei Teams aus dem DGZ mit ihren Geschäftsmodellen für Aufsehen gesorgt und sich eine Platzierung unter den besten 10 gesichert. „Mittlerweile betreuen wir im DGZ 40 Teams. Die Erfolge zeigen, dass die enge Zusammenarbeit mit der Initiative Gründerland Bayern die Potentiale bündelt und fördert.“, so Dr. Marianne Hock-Döpgen, Leiterin des DGZ. Die Gründer profitieren nicht nur von den Räumlichkeiten, Beratungsangeboten und Coachings, sondern können sich auch leichter mit etablierten Unternehmen vernetzen. Hock-Döpgen betont: „Innerhalb kürzester Zeit wurde die Innovationskraft unserer Region zu Tage gefördert. Es ist beeindruckend, welches Potential in den Start-ups und der Region steckt.“

„Allen Skeptikern zum Trotz war es die richtige Entscheidung, ein Digitales Gründerzentrum am Bayerischen Untermain einzurichten und den Stadtwerken Aschaffenburg diesen Bereich anzuvertrauen“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke, Dieter Gerlach. „Die Start-ups schaffen die Arbeitsplätze von morgen und fördern den digitalen Wandel in der Region Aschaffenburg und Miltenberg.“

Begleitet und gefördert wird das DGZ vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, der Stadt Aschaffenburg, den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg sowie 20 Unternehmen aus der regionalen Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer Unterfranken, der Technischen Hochschule und der Zentec.

Das DGZ entstand auf Initiative vom ehemaligen Oberbürgermeister Klaus Herzog und von Prof. Dr. Winfried Bausback, der sich in seiner Zeit als Justizminister sehr für ein DGZ am Bayerischen Untermain eingesetzt hat.

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