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(vom 05.06.2019)

Das Ziel für Aschaffenburg - Emissionsfreier ÖPNV

Sechs Verkehrsbetriebe bayerischer Stadtwerke haben es sich zum Ziel gesetzt, mit einem emissionsfreien Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) die Luftqualität in ihren Städten zu verbessern. Bereits 2018 haben die Stadtwerke Aschaffenburg – gemeinsam mit Professor Ralph Pütz von der Hochschule Landshut – alternative Antriebe für ihre Busflotte getestet.

Gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben von Bad Reichenhall, Bamberg, Coburg, Landshut und Passau arbeiten die Stadtwerke Aschaffenburg für eine umweltfreundliche Mobilität in Klein- und Mittelstädten. Hierfür wurde das „E-Busprojekt kleiner und mittlerer Verkehrsunternehmen in Bayern“ aufgesetzt. Mit elektrisch betriebenen Bussen sollen die Abgasemissionen in den Städten verringert werden. Immerhin befördern die sechs Unternehmen jedes Jahr zusammen etwa 39 Millionen Fahrgäste, wofür die Stadtbusse rund 4,34 Millionen Liter Diesel und 280.000 Kilogramm Erdgas verbrennen. In Aschaffenburg sind jährlich 8,5 Millionen Personen mit dem Stadtbus unterwegs. Hierfür werden rund 980.000 Liter Diesel verbraucht. Erdgasbetriebene Busse gibt es in Aschaffenburg nicht.

Bei der diesjährigen Frühjahrsversammlung der Landesgruppe Bayern des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Weibersbrunn hat der Geschäftsführer der European Electrical Bus Company GmbH (eebc), Thomas Mang, eine fertige Projektskizze an die Betriebsleiter der beteiligten Unternehmen zur Weitergabe an das Bundesumweltministerium übergeben (siehe Bild1). Ist das Projekt erfolgreich, folgt ein gemeinsamer Förderantrag der sechs Stadtwerke zur Anschaffung von E-Bussen für den ÖPNV.

Stadtwerke-Chef Dieter Gerlach begrüßt das Projekt sehr und erklärt „Wir sind offen für umweltfreundliche Antriebstechnologien und haben unter anderem bereits selbst einen Hybridbus im Vergleich zum herkömmlichen Antrieb im Test gehabt. Weitere Antriebe werden wir im Praxiseinsatz testen.“

 

Hybridbus im Test Februar 2018

„Elektrobetriebene Busse sind derzeit aber noch im Stadium der Vorserienfertigung und in der Anschaffung im Vergleich zu Erdgas- oder Dieselbussen sehr teuer. Um die Abgas- und Schadstoffemissionen zu verringern, ersetzen wir unsere letzten 10 alten Dieselbusse mit Euro-2 Norm jetzt durch moderne und saubere Euro-VI-Dieselbusse. Es ist jedoch wichtig, dass emissionsfreie Antriebe zügig zur Serienreife entwickelt und eingesetzt werden“, ergänzt Wolfgang Kuhn, Leiter der Stadtwerke Verkehrs-GmbH.

Manche Forscher sind sich sicher: Wasserstofffahrzeuge sind die Zukunft der Autoindustrie. Denn im Gegensatz zu Verbrennern und Elektroautos, fahren die "Brennstoffzellen-Autos", wie sie auch genannt werden, völlig emissionsfrei. Busse, die mit Wasserstoff betrieben werden,  fahren bereits seit 10 Jahren bundesweit im Testbetrieb. Daher beschäftigen sich die Stadtwerke Aschaffenburg intensiv mit dem Thema Wasserstoff. Angefangen von einer eigenen Produktion bis hin zur Errichtung einer staatlich geförderten Tankstelle für Wasserstoff.

Bereits seit 1994 arbeiten die Stadtwerke in Aschaffenburg, Bad Reichenhall, Bamberg, Coburg, Passau und Landshut in der Landesgruppe Bayern des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen innerhalb des Arbeitskreises kleiner und mittlerer Verkehrsunternehmen zusammen.

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