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(vom 15.12.2020)

Klärschlamm des Zweckverbandes Aschafftalgemeinden ersetzt in Zukunft fossile Brennstoffe

Abwasserverband der Aschafftalgemeinden liefert Klärschlamm zur Trocknung an die Stadtwerke Aschaffenburg

Eine neue Kooperation bei der Trocknung und Verwertung von Klärschlamm gingen die Stadtwerke Aschaffenburg am Dienstag, 08.12.2020 mit dem Abwasserverband der Aschafftalgemeinden (AVA) ein. In der Kläranlage Weyberhöfe, die vom AVA betrieben wird, unterzeichneten Dieter Gerlach, Werkleiter der Stadtwerke und Marcus Grimm als Verbandsvorsitzender die Verträge. Anwesend waren auch sämtliche Bürgermeister der beteiligten Gemeinden aus dem Aschafftal: Christoph Ruppert (Bessenbach), Andreas Zenglein (Haibach), Michael Baumann (Markt Hösbach), Friedrich Fleckenstein (Laufach), Michael Dümig (Sailauf), Marcus Grimm (Waldaschaff), sowie der Bürgermeister der Stadt Aschaffenburg, Eric Leiderer. Alle Bürgermeister begrüßten die zukünftige Partnerschaft mit den Stadtwerken als „win-win“ Situation. Die Kosten der Klärschlammentsorgung werden sinken und kommen über den Zweckverband den Bürgern bei den Abwassergebühren zugute“, so Verbandsvorsitzender Marcus Grimm.

Ebenso wie vor Kurzem die Gemeinde Niedernberg, setzt der AVA im Laufe des Jahres 2021 auf die Unterstützung der Stadtwerke Aschaffenburg bei der Klärschlammtrocknung. Die Stadtwerke werden künftig den an der Kläranlage Weyberhöfe anfallenden Klärschlamm in der Klärschlammtrocknungsanlage neben dem Biomasseheizkraftwerk im Leiderer Hafen trocknen. Der gesamte getrocknete Klärschlamm wird dann an das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt geliefert. Im dortigen Kraftwerkskomplex befindet sich ein Kohlekraftwerk mit einer Kapazität von 40.000 Tonnen Steinkohle. 10.000 Tonnen Klärschlamm im Jahr ersetzen dort zukünftig Steinkohle als Brennstoff und sparen damit 11.000 Tonnen CO2 im Jahr ein. Das trägt zum Klimaschutz bei.  

„Dies ist bereits der dritte Bereich, bei dem die Stadtwerke Aschaffenburg und Gemeinden im Landkreis zusammenarbeiten. Gemeinsam Aufgaben im kommunalen Verbund zu lösen ist  die wirtschaftlichere und sicherere Lösung“, freut sich Dieter Gerlach. Mit der GBAB gibt es bereits eine gemeinsame Lösung mit dem landkreis Aschaffenburg zum Wohle der Bürger in den Umlandgemeinden mit dem Betrieb eines  Kompostwerk und einer Biomethangasanlage mit der  Biogas aus Bioabfall erzeugt wird. Außerdem liefern einige Landkreisgemeinden Holzhackschnitzel, die im Biomasseheizkraftwerk verbrannt werden und Teile der Stadt mit Ökowärme versorgen.

Die Vorteile bei der Klärschlammverwertung liegen auf beiden Seiten: Der AVA kann auf kurzem Wege sicher und zu stabilen Preisen seinen Klärschlamm ökologisch sinnvoll entsorgen. Und für die Stadtwerke Aschaffenburg bedeutet die Kooperation eine noch bessere Auslastung der Klärschlammtrocknungsanlage und Nutzung der Abwärme des Biomasseheizkraftwerkes.

Hintergrund:

Der AVA wurde 1962 gegründet und bestand bis 1979 in der Form eines Wasser- und Bodenverbandes. Ab 1980 ist er als Zweckverband eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er betreibt die Kläranlage Weyberhöfe, bei der sich auch Sitz und Geschäftsstelle des Verbandes befinden. Seine Hauptaufgabe ist es, das im Verbandsgebiet anfallende Abwasser zu sammeln, ordnungsgemäß in der Sammelkläranlage zu reinigen und der Aschaff als geeigneten Vorfluter zuzuführen. Das Verbandsgebiet umfasst das Hoheitsgebiet der Mitgliedsgemeinden Sailauf, Laufach, Bessenbach, Waldaschaff, für Haibach die Ortsteile Grünmorsbach und Dörrmorsbach sowie für Hösbach den Ortsteil Winzenhohl und eine Teilfläche von Hösbach-Bahnhof.

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