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(vom 31.07.2019)

Stadtwerke Aschaffenburg mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2018

Als kommunales Unternehmen übernehmen die Stadtwerke wichtige und vielfältige Aufgaben der Daseinsvorsorge in Aschaffenburg. Sie haben in 2018 einen Gewinn in Höhe von 5,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Davon fließen 1,3 Millionen Euro für allgemeine Aufgaben in die Kasse der Stadt Aschaffenburg. 4,1 Millionen Euro verbleiben bei dem kommunalen Dienstleister, der einen Großteil des Geldes in die Sanierung der teilweise veralteten Gas-, Wasser- und Stromnetze investieren will.

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Netzsanierung einer der Investitionsschwerpunkte. Dazu kamen der Ausbau des Fernwärmenetzes in der Aschaffenburger Oberstadt, der Neubau der Stadtwerke-Zentrale sowie der Erwerb der Stromnetze in Mömbris.

„Bei Gesamtinvestitionen von 15,4 Millionen Euro konnten wir bei der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) einen Überschuss von 10,9 Millionen Euro erwirtschaften“, sagt AVG-Geschäftsführer Dieter Gerlach. „Dieser beruht aber vor allem auf zwei Sondereffekten. Zum einen hat die AVG im Jahr 2018 die Bio-Energie GmbH mit der AVG verschmolzen, deren Mittel als Plus in die Bilanz eingingen. Zum anderen haben wir die Brikettieranlage des Biomasse-Heizkraftwerkes verkauft. Sie wird durch die Klärschlammtrocknung ersetzt.“ Das sehr gute wirtschaftliche Ergebnis resultiert also nicht aus den Erlösen der Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung. Die Gaspreise konnten stabil gehalten werden. Die Strompreise mussten wegen gestiegener Börsenpreise angepasst werden. Der Wasserpreis in Aschaffenburg ist nunmehr seit fast 20 Jahren unverändert, trotz gestiegener Ausgaben für Personal und Material. 

Gewinne tragen Verluste

Die Stadtwerke Aschaffenburg sind insgesamt stabil und gut aufgestellt. Durch die Überschüsse der AVG werden die Verluste anderer Dienstleistungsangebote für die Bürger der Stadt mehr als ausgeglichen.

So schloss die Aschaffenburger Bäder- und Eissporthallen-Gesellschaft (ABE) 2018 mit einem Verlust von 2,2 Millionen Euro ab – gekennzeichnet von ganz gegensätzlichen Ergebnissen. Durch den heißen und trockenen Sommer 2018 zeigten die Besucherzahlen und Einnahmen des Freibades ein Rekordergebnis. Dagegen fielen die entsprechenden Zahlen für die Eissporthalle historisch niedrig aus, bedingt durch die zeitweise Schließung aufgrund austretenden Ammoniaks. Das Ergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Wirtschaftsplan um knapp 200.000 Euro auf 2,2 Millionen Euro.

Auch das Defizit von 1,7 Millionen Euro aus dem Betrieb der Stadtbusse wurde aus dem Überschuss der AVG kompensiert. Ein wichtiger Meilenstein für den Stadtbusbetrieb in Aschaffenburg war, dass die Stadtwerke-Verkehrs-Gesellschaft (SVG) im vergangenen Jahr den Wettbewerb um die Linienkonzessionen für sich entscheiden konnte.

Samstags kostenlos in die Stadt

Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt die Einführung des kostenlosen Samstagstickets für Busse, das Aschaffenburg als erste Stadt in Bayern eingeführt hat. Die hierfür anfallenden Kosten ersetzt die Stadt Aschaffenburg, sie wirken sich nicht auf das Geschäftsergebnis aus. Und auch auf die Einnahmen der städtischen Parkhäuser hatte das kostenfreie Busticket keinen Einfluss. Die Parkhausbetriebe der Stadtwerke erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Überschuss von 500.000 Euro.

Bei der Abfallentsorgung war ein Gewinn von 300.000 Euro geplant. Ende 2018 ergab sich jedoch eine Unterdeckung von 90.000 Euro. Grund hierfür war eine zusätzliche Rückstellung für die Nachsorge der Deponie in Stockstadt. Das Ergebnis hat jedoch keine Auswirkungen auf die Müllgebühren. Sie bleiben auch weiterhin seit mehr als 25 Jahren stabil. Vielmehr wurden sie seit 1993 bereits dreimal gesenkt.

Energiewende vor Ort

Seit Sommer 2018 wird im Biomasse-Heizkraftwerk im Leiderer Hafen der Aschaffenburger Klärschlamm getrocknet und im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt verbrannt. „Damit erzeugen wir, wie schon wie mit dem Restmüll, auch aus diesem Abfallprodukt Strom und Wärme. Und gemeinsam mit dem Landkreis Aschaffenburg betreiben wir schon seit langem auch die Gesellschaft zur Bio-Abfallbeseitigung (GBAG). Hier werden Grün- und Bioabfälle verwertet“, erklärt Dieter Gerlach.

Für die Bürger der Stadt

Die Stadtwerke sind jedoch weit mehr als nur ein kommunaler Dienstleister für die Energie- und Wasserversorgung, den Öffentlichen Personennahverkehr, die Abfallentsorgung oder für den Betrieb der Parkhäuser und Bäder. Sie sind vor allem auch Arbeitgeber für 538 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent), davon 37 Auszubildende in 11 verschiedenen Ausbildungsberufen.

Darüber hinaus nahmen die Stadtwerke im Jahr 2018 Leistungen in Höhe 22,4 Millionen Euro anderer regionaler Firmen in Anspruch und sicherten so weitere Arbeitsplätze vor Ort. Zusätzlich erhält die Stadt Aschaffenburg von den Stadtwerken insgesamt 13,5 Millionen Euro durch Konzessionsabgaben, die Gewinnabführung, Erstattung von Verwaltungskosten oder die direkte Übernahme der Verluste aus dem Betrieb der Busse und der Bäder, die letztlich wieder den Bürgern der Stadt zugutekommen.

 

 

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